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Festival 2010 – «Exhibit! – scenography in exhibition design»

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Aktuelle Ausstellungsgestaltungen in Naturhistorischen-, Archäologie- und Kunstmuseen, in Science Parks und an internationalen Expo`s stehen im Mittelpunkt des Festivals 2010. Kuratierende und Museumsdirektoren sollen ebenso zu Wort kommen wie Gestalter von Ausstellungen, Architekten von Museumsbauten, Theoretiker und Künstler des aktuellen Ausstellungsdiskurses. Wie Robert Wilson, Volker Lösch oder Achim Freyer beim Festival 2008 für die «performing arts» sollen 2010 wiederum Gäste geladen werden, die man so rasch nicht mehr in Basel und vor einem international erlauchten Publikum zu sehen bekommen wird.

Szenografen handeln im Paradox der «inszenierten Authentizität», sie entwickeln neue Formen des Dramatisierens öffentlicher Darstellungen. Als Autoren lassen sie sich in vielen Kontexten finden, vom Messebau bis zu Staatsbesuchen, von Architektur als Branding hin zu Museen von Firmengeschichten, von Festspielen und Sportveranstaltungen zu Landes- und Weltausstellungen, Science Parks, Shopping Malls. Der Bogen lässt sich mit thema¬ti¬schen Ausstellungen etwa zum Mythos der Titanic schliessen.

Am Festival 2010 soll das Ausstellen im und ums Museum Thema sein. Der Vielfalt der Ausstellungs-Sparten werden kaum Grenzen gesetzt sein: Ausstellen bestimmter Aspekte der Geschichte und ihrer Spezialgebiete, kulturell ausgerichtete Ausstellungen, Kunstausstellungen, Präsentation von archäologischen Funden, von Produkten des Kunsthandwerkes oder von Volkskunst, bis zu wissenschaftlich oder technisch ausgerichteten Ausstellungen. Ausstellen im und ums Museum ist dabei ernst zu nehmen: Auch ums Museum wird ausgestellt –von der «street art» bis zum «guerilla store». Auch Messeauftritte, die käufliche Produkte des Handels, der Industrie, oder Dienstleistungen zwecks ihrer Kommerzialisierung vor- und ausstellen, werden einbezogen. Beiträge zu Weltausstellungen –2010 ist Expo-Jahr in Shanghai–, bei denen es sich eher um technisch und kunsthandwerklich ausgerichtete internationale Leistungsschauen handelt, sollen gleichfalls vorgestellt werden.